Die Koptische Kirche

Die koptisch-orthodoxe Kirche ist eine der ältesten Kirchen weltweit.
Sie wurde schon zu Zeiten der Apostel gegründet.
Der Evangelist Markus predigte von 61 bis 68 n.Chr. in Alexandria die frohe Botschaft Jesu Christi und gilt als Gründer und erster Patriarch der koptisch-orthodoxen Kirche.

Die Kopten in Ägypten bilden die größte christliche Gemeinschaft im Nahen Osten und machen etwa 17 % der ägyptischen Bevölkerung aus.

Die koptisch-orthodoxe Kirche stellt weiterhin die größte christliche Gemeinschaft in Ägypten und eine bedeutende orientalisch-orthodoxe Kirche weltweit dar.
Der heutige Patriarch ist Papst Tawadros II. ,
Patriarch von Alexandria und ganz Afrika.
Seine Heiligkeit ist der 118. Patriarch der Kopten.

Die koptisch-orthodoxe Kirche Webseite : copticorthodox.church

Die Nachkommen der Pharaonen:

Die Griechen benannten Ägypten einst nach dem großen Tempel des Königs Ptah im alten Ägypten E-Ka-Ptah (E =Haus Ka = Seele des Gottes Ptah) Die Wörter “Kopten, koptisch, …„ genau so wie die Wörter “Ägypten, Ägypter, …„
haben die gleiche Herkunft, welches das altägyptische Wort für Ägypten ist: E-KA-Ptah. Das Wort bedeutet “Das Haus des Geistes von Ptah„.

Aus “Aiyptios„ wurde “Gypt„ abgeleitet und die Araber formten es zu “Kipt„. Der Name galt für das gesamte Volk Ägyptens, als jedoch die Araber (641/642 n.Ch.) Ägypten eroberten und ein großer Teil der Bevölkerung zum Islam konvertierte, wurden nur die christlichen Ägypter als Kopten bezeichnet, was bis heute gilt.

Deshalb, sind die Wörter “Kopten„ und “Ägypter„ sprachlich ein und das dasselbe Wort.
“Kopten„ ist heute eine Bezeichnung für die Christen Ägyptens.

Das Erbe der Pharaonen:


Das koptische Alphabet besteht aus dem griechischen Alphabet sowie sieben weiteren Schriftzeichen.

Koptisch war bis in das 7. Jahrhundert die Amtssprache in Ägypten und wurde durch die Islamisierung immer mehr verdrängt.

Seit 641 n. Chr. wurde Ägypten durch die islamischen Eroberer (unter Amr Ibn Alas) erobert. Der Islam wurde in Ägypten eingeführt.
Die koptische Sprache wurde später verboten.
Webseite : kopten-graz.at/language

Der Stolz der Kopten:

Die koptische Kirche ist heute mehr als zwanzig Jahrhunderte alt. Doch schon im Alten Testament findet man Prophezeiungen, die auf sie hinweisen. So steht im Buch des Propheten Jesaja (19:19)
“ Alsdann wird mitten im Ägypterland ein Altar für den Herrn stehen.„
In der Bibel wird Ägypten mehr als 700-mal erwähnt und ist Mittelpunkt zahlreicher Erzählungen. Das Matthäus-Evangelium berichtet von der Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten, wo das Jesuskind mit seinen Eltern Asyl vor der Verfolgung durch Herodes fand:
 Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen „ (Matthäus 2:13-15).

Der Aufenthalt der Heiligen Familie in Ägypten bedeutet den Kopten sehr viel: Ägypten war das einzige Land außerhalb des heutigen Gebietes von Palästina und Israel, in dem der Herr sich aufhielt. An den Stätten, die der Heiligen Familie als Aufenthalt dienten, wurden Kirchen gebaut, die Menschen aus aller Welt noch heute besuchen.

Wir Kopten feiern jedes Jahr am 1. Juni das Fest des Einzugs der Heiligen Familie in das Land Ägypten, und am selben Tag begehen wir auch den Welttag der Kopten.

Das Kloster Deir el-Muharraq (das verbrannte Kloster„) oder auch Kloster der hl. Jungfrau in Assiut, Oberägypten, befindet sich mitten in Ägypten – so wie es der Prophet Jesaja vorhergesagt hat.

Unser Gründer:

St. Markus der Evangelist brachte das Christentum im
1. Jahrhundert an den Nil und gründete in Alexandria
die alexandrinische Kirche.
Er gilt somit als Gründer und als erster Papst der koptischen Kirche.
Die Ägypter nahmen den christlichen Glauben schnell an, und so wurde das Land als eines der ersten fast vollständig christianisiert. Markus starb nach koptischer Überlieferung im Jahre 68 n. Chr. den Märtyrertod.
Webseite : kopten-graz.at/apostle-mark

Mönchtum:

Der Anfang des christlichen Mönchtums liegt in Ägypten und entwickelte sich im 3. und 4. Jahrhundert. Besonders die Wüsten Ägyptens wurden zum Zentrum einer neuen spirituellen Lebensform: Menschen zogen sich bewusst aus der Gesellschaft zurück, um in Gebet, Askese und Einsamkeit näher bei Gott zu leben.

Die Wüstenväter:
Eine der wichtigsten Figuren am Anfang des Mönchtums war St. Antonius der Große (ca. 251-356). Er gilt als Vater der Mönche.
St. Antonius zog sich in die ägyptische Wüste zurück, lebte dort als Einsiedler und widmete sein Leben dem Gebet, Fasten und geistlichen Kampf. Viele Menschen kamen zu ihm, um von ihm zu lernen, wodurch sich um ihn herum die ersten Einsiedlergemeinschaften bildeten.

Sein Leben wurde später von Athanasius von Alexandria beschrieben. Das Werk verbreitete sich im gesamten Römischen Reich und machte Antonius zu einem Vorbild für Christen, die ebenfalls ein asketisches Leben führen wollten.

Am Anfang lebten viele Mönche als Eremiten (allein in der Wüste). Später entstand eine zweite Form des Mönchtums: das Gemeinschaftsleben im Kloster. Diese Form wurde besonders im 4. Jahrhundert von Pachomius entwickelt. Er gründete organisierte Klöster mit festen Regeln, gemeinsamer Arbeit, Gemeinschaftsgebet und klarer Struktur. Dieses Modell verbreitete sich schnell und beeinflusste später auch das Mönchtum in Europa.

Koptische Klöster in Ägypten :

Die ersten christlichen Klöster entstanden in den ägyptischen Wüsten, daher ist Ägypten die Wiege des Mönchtums. Hier wurde die christliche Spiritualität zunächst von Einsiedlern – wie dem HI. Antonius – während der Verfolgungen unter den römischen und später arabischen Herrschern bewahrt. Die erste Klostergründung geht auf den HI. Anba Pachomius zurück. Seine in koptischer Sprache verfassten Klosterregeln wurden später ins Griechische und Lateinische übersetzt. Von Ägypten aus breitete sich das Mönchswesen in die Provinzen des Römischen Reiches aus und begründete damit auch das klösterliche Leben in der weströmischen und abendländischen Welt. Heute gibt es über 80 Klöster in Ägypten.
Mehr über koptische Klöster : copticorthodox.church/en/coptic-monasteries

Koptische Kunst :

Die koptische Kunst verbindet das Erbe des alten Ägypten mit christlicher Symbolik. Sie zeichnet sich durch klare Formen, leuchtende Farben und eine tiefe spirituelle Ausdruckskraft aus. In Ikonen, Textilien und Holzschnitzereien zeigen sich biblische Szenen, Heilige und altägyptische Einflüsse. So wurde die koptische Kunst zu einem einzigartigen Zeugnis des Glaubens und der Geschichte der Christen Ägyptens.
Mehr über koptische Kunst : copticorthodox.church/en/coptic-gallery

Die Verfolgung der Christen von Anfang an:

– Die heidnisch-römische Verfolgungszeit ab 62 n. Chr.
– Seit 641 n. Chr. durch die islamischen Eroberer (unter Amr Ibn Alas).
Der Islam wurde in Ägypten eingeführt, und die koptische Sprache wurde später verboten.

Auch heute noch:

Enthauptung von 21 Kopten in Sirt (Lybien) im Januar 2015.

Der Koptischer Kalender:

Wir Kopten feiern jedes Jahr um den 11. September (den 1. Tut) das koptische Neujahrsfest
(das Nayrouz-Fest), welches gleichzeitig das altägyptische (pharaonische) Neujahrsfest ist.

Der koptische Kalender wird auch als Kalender der Märtyrer bezeichnet.
Das Jahr 2026 n. Chr. entspricht dabei dem koptischen Jahr 1742 (der Märtyrer) sowie dem Jahr 6267 der altägyptischen (pharaonischen) Zeitrechnung.

Webseiten : + kopten.de/kalender
+ kopten-graz.at/calendar#feiertage

Das heutige Oberhaupt:

Seine Heiligkeit Papst Tawadros II.

Koptischer Patriarch von Alexandria und Papst des Stuhls des heiligen Markus.
Er ist der 118. Nachfolger des heiligen Markus, des Evangelisten und Gründers der Kirche von Alexandria.
Der koptisch-orthodoxe Papst Tawadros II. besuchte Deutschland in den Jahren 2013 und 2019.


Webseite:copticorthodox.church/pope-tawadros-ii
Deutsch : + kopten-graz.at/tawadrous
+ koptisches-kloster-brenkhausen.de/papst

Wir Kopten haben Kirchen und Klöster in ganz Deutschland.
Deutschland ist in zwei Diözesen (Bistümer) aufgeteilt.

Seine Eminenz Metropolit Anba Damian ist Diözesanbischof für die Diözese Nord-Deutschland und seine Exzellenz Bischof Anba Deuscoros ist der Diözesanbischof für die Diözese Süd-Deutschland.

In Deutschland gibt es mehrere koptische Klöster: Das Kloster der hl. Jungfrau Maria und des hl. Mauritius in Höxter-Brenkhausen (Nordrhein-Westfalen), das Nonnenkloster des heiligen Georgs in Nieheim und das St. Antonius-Kloster in Kröffelbach (Hessen).

kopten.de/kirche-deutschland

Webseiten:
+ Koptische Diözesen in Deutschland: kopten.de
+ Unsere Diözese Süd-Deutschland: kopten-sued.de
+ Diözese Norddeutschland & Kloster Brenkhausen:  koptisches-kloster-brenkhausen.de
+ Unser Kloster in Kröffelbach:  kroeffelbach.kopten.de

+ Koptische Bücher (auf Deutsch): kopten.de/gemeinden/kroeffelbach/#bibliothek
+ kopten-graz.at/bibliothek

+ Koptische Liturgien & Gebete (auf Deutsch + Koptisch + Arabisch): Die App eϪⲱⲙ (eGohm)
für Android —+— für Apple Webseite: egohm.de

Seine Eminenz Metropolit Anba Damian
Metropolit von Nord-Deutschland und
Abt des Klosters der Heiligen Jungfrau Maria
und des Heiligen Mauritius – Höxter

Bischofsweihe: 11. Juni 1995 in der Markus-Kathedrale in Kairo durch S.H. Papst Shenouda III. zum Generalbischof der Koptisch-Orthodoxen Kirche von Deutschland. 1997-2007 stellvertretender Vorsitzender des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg. 2013 Ernennung zum Diözesanbischof für Norddeutschland und Anba Michael (2013-2023) Diözesanbischof für Süddeutschland durch S.H. Papst Tawadros II.
Metropolitenweihe: Berufung am 23. Nov. 2025 in der Markus-Kathedrale in Kairo durch S.H. Papst Tawadros II. zum Metropoliten.
Webseite : koptisches-kloster-brenkhausen.de/metropolit

Seine Exzellenz Bischof Anba Deuscoros
Bischof der Diözese Süd-Deutschland und Abt
des Klosters des heiligen Antonius – Kröffelbach

Anba Deuscoros ist ein Geistlicher und Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Süddeutschland sowie damit einer der zwei höchsten Repräsentanten des koptisch-orthodoxen Patriarchen in Deutschland.

Mit seiner Ernennung zum Bischof durch Papst Tawadros II. im Juni 2025 ist er Seelsorger und Bischof für die Kopten in Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern, Baden-Württemberg und zum Teil in Nordrhein-Westfalen.
Sein Amtssitz ist das „Koptisch-orthodoxe Kloster des Heiligen Antonius“ in Waldsolms-Kröffelbach.
Webseite : kopten-sued.de/bischof